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Aktuelle Gedanken

Gedanken zur Woche, 25.11.2020

Siehe ich mache alles neu!“

Pfarrer Bernd Töpfer, Marktheidenfeld

sagt Gott im letzten Buch der Bibel durch den Seher Johannes (Offenbarung 21.1-7): Von diesem neuen Leben war letzthin am „Ewigkeitssonntag“ zu predigen. – Was für ein trostvolles Wort, gerade in einer angespannten Zeit, in Trauer und Verzagtheit: Wir Christen dürfen eine Perspektive haben, die über das Vorfindliche, Reale, Zeitliche hinausgeht.
Als unsere Vorfahren, die Germanen, vor etwa 1300 Jahren durch Missionare die christliche Botschaft hörten, waren sie vor allem beeindruckt von der Auferstehungshoffnung dieses Glaubens.
Es wird erzählt, wie ein christlicher Missionar bei einem Germanenfürsten zu Gast war. Der Fürst saß am Herdfeuer seines geräumigen Hauses und lauschte mit der Höflichkeit des Gastgebers den wortreichen Ausführungen des Fremdlings: „Du musst deinen alten Göttern abschwören, die nur Angst und Tod bringen! Lass dich taufen auf den Namen des Gottes Jesus Christus, der ein lebendiger Gott ist, und der dir das Leben bringt, auch nach dem Tod.” – Endlich schwieg der Fremde.
Da flog ein Vogel durch das offene Fenster in das Haus, irrte eine Weile durch den dunklen Raum und fand endlich dann durch den Rauchabzug den Weg ins Freie und verschwand.
Siehst du diesen Vogel?” fragte der Fürst. „Ich weiß nicht, woher er gekommen ist und wohin er jetzt fliegt. So ist es auch mit meinem Leben. Ich wurde geboren, lebe einige Zeit und werde dann die Welt wieder verlassen. Aber wohin gehe ich? Und woher komme ich? Wenn du mir darauf eine Antwort geben kannst, will ich deinen neuen Glauben gern annehmen.” Da erzählte der Missionar, dass Gott der Schöpfer, die Menschen in diese Welt hineinsetzt, sie eine Zeit lang darin leben und – wie der Vogel – auch im Dunkeln herumirren, bis sie schließlich die Öffnung zum Himmel gefunden haben. Und seitdem Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, gibt es diese Öffnung, gibt es das „Tor zum Himmel“. Und Jesus hat gesagt: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen, und darum werde ich euch zu mir ziehen, damit ihr seid, wo ich bin”. Der Germanenfürst war so beeindruckt von dieser Sicht über den Tod hinaus, dass er sich mit seiner Familie und seinem ganzen Stamm taufen ließ.
Es gibt diesen neuen Himmel und die neue Erde schon. Wir können Sie nur noch nicht sehen, solange wir noch im Dunkel dieser Welt umherflattern, wie der Vogel im Haus des Germanenfürsten. Aber es gibt sie schon, die neue Realität. Durch Jesus Christus kommt das Licht der Ewigkeit schon in diese Welt. Mit jeder Adventskerze wird es heller und lässt in uns die Vorfreude aufkommen auf das ewige Leben in Gottes himmlischer Herrlichkeit. Wir werden sehen und staunen! Amen

Herzliche Grüße und Segenswünsche für die Adventszeit,

Pfarrer Bernd Töpfer, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Marktheidenfeld.

Ein gutes Wort am Morgen verändert den Tag“ sagt ein Sprichwort. – Darum haben wir mit vertrauten Stimmen aus der Kirchengemeinde nun täglich vom 29. November bis 24. Dezember eine kleine 3-Minuten-Andacht für Sie vorbereitet: „Bei Anruf: Advent!“ unter der Nummer 09391 – 91 81 4 21; oder aber auch mit Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem Dekanatsbezirk Lohr am Main unter der Nummer 09352 – 606 99 15.

Übrigens: Die jeweils aktuellen Gedanken zur Woche können auch auf unserer Homepage www.marktheidenfeld-evangelisch.de gelesen und heruntergeladen werden. Die Andachten der letzten Jahre zu den verschiedenen Themen finden Sie unter „Archiv“, – für den Fall, dass Sie selbst einmal eine Andacht halten wollen.